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Nachdem wir uns dann im Pride Dining Room bei einem wirklich auserlesenen Mal gesättigt hatten und das Schiff noch ein wenig bewandert und erkundet haben war dann auch der Akku alle und die Nachtruhe in der Koje angesagt, natürlich nicht ohne vorher noch einmal den Zimmerservice zu bemühen um einen warmen Umtrunk zu bekommen.
Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen der Sonne. Einen ganzen Tag auf dem Wasser. Der einzige Fixpunkt war ein feiner Streifen am Horizon, die Küste von Kuba. Das durften wir natürlich nicht betreten aufgrund des Embargos. Den Tag verbrachten wir wie es sich für eine Kreuzfahrt gehört, mit essen und sonnenbaden. Das Essen war wirklich gut. Eine Art Mensa mit verschiedensten Buffets hatte 24h geöffnet. Der Zimmerservice ebenfalls. Eine Sushibar, ein Bäcker und diverse Bars luden für kurzweilige Zwischenstopps. Das Highlight war aber ohne Zweifel das Dinner jeden Abend. Mein nicht vorhandenes Französisch hindert mich nun leider daran die ausgefallenen Kreationen wiederzugeben, nur soviel: es war verdammt lecker.
Abends gab es dann noch eine Broadway Show. „Livin’ in America“alles was man sich an amerikanischen Clichés vorstellen kann wurde vorgestellt. Vom 50er Jahre Grease zum zeitlosen country line-dance. Den Abschluss machte Percy Cruise II, ja er hieß wirklich so. Ein Comedian der nicht gerade stubenreinen Sorte aber richtig lustig. Er brachte uns dann die Unterschiede zwischen wasserscheuen Schwarzen, schreckhaften Latinos und furchtbar lethargischen Weißen nahe.
Nach einem letzten heißen Tee, Martin musste ja seine Erkältung bekämpfen, fand auch dieser Tag sein Ende. Vielleicht ein bisschen Früh aber wir wollten ja am nächsten Tag mit Jeeps die Grand Cayman Inseln unsicher machen.
Der nächste Tag sollte beweisen, dass das Paradies und die Hölle gleich nebeneinander liegen. Aber dazu mehr im nächsten Post!
Für jedes Urlaubsereignis gibt es bekanntlich ein erstes Mal: die erste Flugreise, der erste Urlaub ohne die Eltern, das erste Mal im Mietwagen durch ein fremdes Land unterwegs sein… Nachdem wir das ja alles schon abgehakt haben, können wir nun ein weiteres must-have unserer Liste hinzufügen: das erste Mal auf einer Kreuzfahrt. Und welcher Zeitpunkt bietet sich hierfür besser an, als Spring Break?
Letztes Wochenende dachten wir uns wir müssten mal wieder raus. Warum nicht Brandt in Tampa besuchen und ihn mit nach Afrika nehmen.
Wie ich vor kurzem herausgefunden befindet sich ein Sektenzentrum direkt vor unsere Nase in Estero, Fort Myers. Oder besser: befand. Denn mittlerweile gibt es diese Sekte (leider?) nicht mehr. Was aber nicht heißt, dass man nicht ihr ehemaliges Zentrum besichtigen kann. Also machten Marco und ich uns auf die Spur nach den geheimnisvollen Überresten der Koresh-Sekte, die ebenso an die zellulare Kosmogonie wie auch an Wiedergeburt und Unsterblichkeit glaubten (was ansich ja schon ein Widerspruch ist). Besonders faszinierend finde ich immer noch ihre Annahme, dass die Erde eigentlich konkav ist, was die Koreshans dann auch in einem Experiment bewiesen haben wollen. Wirklich interessante Menschen.
Wenn man die Chance hat, mal wieder für einen Tag nach Miami zu kommen sagt man natürlich nicht nein. Und erst recht nicht, wenn sich einem zusätzlich die Möglichkeit bietet, die Miami Ad School und Crispin Porter + Bogusky, die wohl zur Zeit angesagteste Werbeagentur der Welt zu besuchen. Zu beidem hatte der FGCU Advertising Club am vergangenem Freitag eingeladen und wir waren natürlich mit an Bord.



